Die Gruppe Kanoniere Breuner im Fischertagsverein Memmingen e.V. wurde im Jahre 1972 gegründet und umfasst derzeit über 80 Mitglieder, Männer, Frauen, Kinder und 20 Fuhrleuten mit ihren schweren Kaltblutpferden.

Sie wurde benannt nach dem Generalfeldzeugmeister und obersten Artillerieführers Graf Johann Phillipp von Breuner.

Die Artillerie bildete die Einheit für großkalibrige Geschütze, die durch fahrbare Lafetten beweglich eingesetzt werden konnten. Zwar waren die schweren Kartaunen in der Feldschlacht nur träge verrückbar, dafür brachten sie bei Belagerungen mit ihrer einschlagenden Kraft oft den Sieg. Im 30jährigen Krieg wurde die Artillerie stark entwickelt. Ein besonderes Exemplar war ein solches Vorderlader-Geschütz mit der Bezeichnung „Nachtigall“, die als eine der schwersten Kartaunen galt. Mit Kaliber 19,5 cm und einem Kugelgewicht von 48 Pfund wog das Geschütz über drei Tonnen.

Die Einheit umfasste eine ganze strategische wie technische Einheit vom Hauptmann über den Putzmeister und Lader bis zum Kanonier, den Geschützen mit Falkonett, Feldschlangen und Kartaunen, Kugelwagen, Pulverwagen und den Schanzwagen.

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Quelle: www.wallenstein-mm.de